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Polizei_Azubi

Polizeivollzugsbeamten


Bastian berichtet über einen Tag in der Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten bei der Polizei Dortmund

05:30 Uhr Ich betrete das Gebäude der Polizei mittels Chipkarte. Ein kurzer morgendlicher Gruß in Richtung der Kollegen des Nachtdienstes und ich begebe mich in das Untergeschoß der Polizeiwache, in dem sich die Umkleiden befinden. Hier hat jeder Polizeibeamte seinen eigenen Spint, in dem er einen Großteil seiner persönlichen Ausrüstung unterbringt. Je nach Witterung wähle ich die passenden Uniformteile in Abstimmung mit meinen Kollegen. Ein einheitliches und ordentliches Auftreten gehört bei uns einfach dazu.
05:45 Uhr Obwohl mein Dienst offiziell erst um 06:00 Uhr beginnt ist jetzt schon der Großteil meiner Dienstgruppe anwesend. So haben wir die Gelegenheit, Einsätze, die eigentlich noch von den Kollegen des Nachtdienstes übernommen werden sollten, selbst wahrzunehmen und ihnen nach dem oft anstrengenden Nachtdienst einen pünktlichen „Feierabend“ zu ermöglichen. Bevor es allerdings los geht überprüft jeder Polizist seine persönlichen Führungs- und Einsatzmittel, wie zum Beispiel die Waffe, das Reizstoffsprühgerät und die Handfesseln. Im Anschluss werden die Dienstfahrzeuge der Kollegen des Nachtdienstes übernommen und ebenfalls überprüft, ob alle notwendigen Materialien in den Fahrzeugen vorhanden sind und funktionieren.
06:00 Uhr Offizieller Dienstbeginn. Falls noch kein Einsatz von der Leitstelle an uns weitergegeben wurde, nutzen wir die Zeit für eine Tasse Kaffee und ein schnelles Frühstück. Gemeinsam mit meinem Tutor und einem weiteren Polizeibeamten (wir bilden eine Streifenwagenbesatzung) planen wir den Tag grob vor und überlegen uns, welche Schwerpunktaufgaben wir wahrnehmen können.
06:10 Uhr Ein Funkspruch der Leitstelle mit unserem Rufnamen lässt uns aufhorchen. Der erste Einsatz. Ein Verkehrsunfall. Keine Personen wurden verletzt. Das ist schon mal beruhigend. Wir machen uns sofort auf den Weg zur Unfallstelle. Dort angekommen verschaffen wir uns einen Überblick, sperren die Straße kurzzeitig und nehmen nun den Unfall auf. Nachdem mir der Hergang des Unfalls geschildert wurde und fest steht, wer der Verursacher ist, fülle ich die sogenannten Unfallmitteilungen aus. Ich erkläre allen, welche Angelegenheiten jetzt auf sie zukommen und geregelt werden müssen. Danach können sie fahren.
06:45 Uhr Nach dem Unfall fahren wir unsere erste „Runde“ in unserem Streifenbezirk. Gerade im morgendlichen Berufsverkehr passieren viele Unfälle und wir schauen, ob sich die Verkehrsteilnehmer an gefährlichen Stellen auch so verhalten, dass möglichst Nichts passiert.
13:00 Uhr Dienstschluss. Wie sich herausgestellt hat war heute wieder ein aufregender Tag. Nach dem Unfall sind meine Kollegen und ich noch zu verschiedenen Streitigkeiten, einem Hilfeersuchen eines orientierungslosen älteren Mannes, einem Ladendiebstahl, einem aufgebrochenen Auto und weiteren Unfällen gerufen worden. Es hat sich wieder der Satz, den ich ganz am Anfang meiner Ausbildung von meinen Kollegen gehört habe, bewährt: Bei der Polizei ist kein Tag wie der andere. Ich mache mich nun auf den Weg nach Hause, wo ich mit meinen Freunden zum Sport verabredet bin und freue mich schon darauf, was mich morgen früh erwartet.